Professor Brüning, Direktor des BGFA, erhält den Franz-Koelsch-Preis

für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin

02.04.2002

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Prof. Dr. Brüning (© IPA)

Mit dem Franz-Koelsch-Preis 2001 wurde der Direktor des Berufsgenossenschaftlichen Forschungsinstituts für Arbeitsmedizin (BGFA) Prof. Dr. Thomas Brüning, zusammen mit PD Dr. Ricarda Thier auf der 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin in München ausgezeichnet. Dieser Preis wurde vom Bayerischen Staatsminister für Arbeit und Sozialordnung anlässlich des 100. Geburtstages von Professor Dr. Franz Koelsch - einem Pionier der Arbeitsmedizin - gestiftet. Der Preis wird alle zwei Jahre für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin verliehen.

Die beiden Wissenschaftler erhielten ihn für Arbeiten zu dem Thema: "Entwicklung von Biomarkern nephrotoxischer und nephrokarzinogener Effekte des Sprengstoffes Dinitrotoluol". Die Studien wiesen auf einen möglichen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von toxischen Nierenschäden und Nierentumoren bei Bergleuten im Mansfelder Kupferschieferbergbau (Sachsen-Anhalt), die zu Zeiten der ehemaligen DDR langjährig extensiven Umgang mit dem Sprengstoff Dinitrotoluol hatten, hin. Im Urin der Bergleute konnten bestimmte Biomarker nachgewiesen werden, die zur Früherkennung von Nierenerkrankungen bei gefährdeten Personen genutzt werden können. Im Mansfelder Kupferschieferbergbau waren über 30.000 Bergleute beschäftigt, wobei jährlich etwa 40.000 Tonnen Kupfer und 300 Tonnen Silber gefördert wurden. Die Studien haben auch besondere umweltmedizinische Relevanz, da Dintirotoluol ein bedeutsamer Bestandteil von Rüstungsaltlasten im Grundwasser von Militärstandorten ist. Zur weiteren Abklärung des Zusammenhangs wird derzeit von BGFA-Wissenschaftlern eine groß angelegte Studie an den Bergleuten des Mansfelder Kupferschieferbergbaus durchgeführt.

Pressekontakt

Dr. rer. nat. Monika Zaghow
Tel.: 030 13001 4015

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