• Mitarbeiter bei Laboruntersuchungen

Allergologie / Immunologie

Die Allergologie/Immunologie besteht aus den beiden Arbeitsschwerpunkten:

  • Immunologie
  • Allergologie

Hauptaufgabe ist die Untersuchung von Arbeitsplatzbedingungen, die zu immunologischen Veränderungen führen. Dieses berücksichtigt sowohl die sensibilisierenden als auch die chemisch-irritativen Wirkungen von Arbeitsplatznoxen. Als Zielorgane stehen dabei die Atemwege und die Haut im Vordergrund. Zum methodischen Repertoire gehören daher einerseits die Identifizierung, Isolierung, Charakterisierung und zum Teil auch Klonierung arbeitsplatzrelevanter Allergene und andererseits die Untersuchung von zellulären und molekularen Aspekten der Immunreaktion. Methoden der Differenzialdiagnostik berufsbedingter Atemwegserkrankungen werden eingesetzt, Allergenextrakte hergestellt, validiert und standardisiert sowie praxisrelevante Nachweisverfahren für die Allergenquantifizierung am Arbeitsplatz aufgebaut.

Hierzu gehören insbesondere der Einsatz nicht-invasiver Methoden zur Gewinnung von biologischem Untersuchungsmaterial sowie die Etablierung von Enzymimmuno-Assays, basierend u.a. auf monoklonalen Antikörpern zur Quantifizierung allergener bzw. antigener Belastung an Arbeitsplätzen. Auf diese Weise können allergene Arbeitsplatzexpositionen quantifiziert, diagnostische Verfahren verbessert und Veränderungen an Zielorganen unter Expositionsbedingungen zeitnah erfasst werden. Berücksichtigt werden neben Mischexpositionen am Arbeitsplatz auch innere Faktoren wie immunologische Toleranz, chronobiologische Aspekte und individuelle Prädispositionen. Auf diese Weise können Normal -und Risikoprofile erkannt und charakterisiert werden. Aspekte der "Genom-Proteom-Zellinteraktion" gewinnen zur Charakterisierung immunologischer Vorgänge an Bedeutung. Sie werden verstärkt berücksichtigt und können Grundlage für gezielte präventive Maßnahmen darstellen.