Tox/Epid 4: Adenokarzinome der Nase bei Beschäftigten der Holzwirtschaft

Laufzeit:1/2003 - 12/2006

Projektleiter:
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Deskriptoren: Nasenkarzinome, Holz

Anlass:

Adenokarzinome der Nase bei speziellen Holzstaubexpositionen können eine Berufskrankheit darstellen (BK 4203), jedoch ist unklar, in welchen Bereichen der Holzwirtschaft diese sich häufen und welchen Einfluss Holzinhaltsstoffe, Holzschutzmittel und weitere Faktoren auf die Krebsentstehung haben. Für eine optimierte Präventionsstrategie sind diese Informationen wichtig. Insbesondere ist von Bedeutung, ob es molekulargenetische Marker wie expositionsspezifische Mutationsmuster in Tumorsuppressorgenen oder Onkogenen gibt, die es ermöglichen, eine berufliche Belastung besser zu bewerten.

Ziel:

Es soll eine Studie durchgeführt werden, um das Auftreten von Nasenkrebsfällen in diesen Bereichen zu ermitteln. In diesem Zusammenhang ist ein Vergleich von Krebsfällen mit zwei Kontrollgruppen für die stoffspezifische Exposition vorzunehmen und ein Bezug von Exposition und expositionsspezifischen Mutationsmustern in bestimmten Genen (u.a. KRAS2, HRAS) sowie genomischen Defektmustern (Zugewinne, Verluste) zu untersuchen.

Methodik:

  • Etablierung einer Industrie-basierten Fall-Kontroll-Studie zu Nasenkrebs
  • Expositionsquantifizierung und Risikoschätzung stoffspezifischer Belastungen unter Berücksichtigung von potenziellen Confoundern
  • Mutationsanalyse der RAS-Gene im Tumormaterial (stoffspezifische Mutationsmuster)
  • Hochauflösende Analyse von genomischen Defektmustern im Tumorgewebe (stoffspezifische Muster an genomischen Zugewinnen und Verlusten)
  • Polymorphismen ausgewählter Reparaturenzyme und fremdstoffmetabolisierender Enzyme in genomischer DNA